Initiative Soonwald auf Wildnisexkursion
Am 19.04.26 fand ein Sonntagsausflug zum Museum „Nahe-der-Natur“ in Staudernheim statt. Für die zahlreichen interessierten Teilnehmer gab es einen Vortrag mit Führung durch das wilde, 8 ha große Gelände zum Thema: „Mehr Wildnis wagen“ von Dr.Michael Altmoos, Leiter des einzigartigen Natur-Museums.
Was ist Wildnis? Wozu überhaupt und zu welchem Nutzen? Wildnis ist zieloffen im Gegensatz zur Nutzlandschaft. Der Mensch ist kein Gestalter – nur Beobachter!
Wildnis hat eine Strukturvielfalt und bietet Differenzialerfahrung für uns Menschen. Statt Grenzen zu ziehen zwischen Wald, Wiesen, Wegen in der Kulturlandschaft, statt welke Pflanzen und Totholz zu entfernen, lässt die Wildnis Übergänge fließend, ökoton geschehen. Totholz erwächst zu neuem Leben, erzeugt Humusschichten, bildet Wasserspeicher und lockt die Artenvielfalt: Wildnis ist hocheffizienter Klimaschutz!
Altmoos betont: Beides ist für uns Menschen wichtig: Nutzlandschaften und Wildnis, doch angesichts der Tatsache, dass in der BRD nur 0,6% Fläche konsequent nutzungsfrei sind, sieht er die dringende Notwendigkeit diese zu erweitern, um unsere Lebensgrundlage zu verbessern. Jede Lebensraumzerstörung verschlechtert unser Klima! Anregungen für den persönlichen Naturschutz im eigenen Garten wurden auf der Führung durch sein Naturparadies eindrücklich vorgestellt, z.B. im Stein- und im Moosgarten, der größte selbst angelegte in Europa. Wie wichtig Moos mit seinen über 1000 Arten für unser Klima ist, welche Bedeutung die Pilzgeflechte haben, wie viele Insekten, Schmetterlinge, Vögel durch einen wilden Wald angezogen werden usw. wurde vor Ort sicht- und fühlbar.
Nach der Besichtigung des Museums mit Sonderausstellung zu Pilzen, nach Kaffee und Kuchen im lauschigen Innenhof, sowie Musik und Mit-Gesang durch die Gruppe „Rübezahl“ klang der sehr informative und gesellige Nachmittag aus.







