Ein Wissenschaftler informiert über die Auswirkungen von Windkraftindustrieanlagen.
Trotz des eisigen Windes fanden sich am Samstag, den 14. Februar 2026 am Friedhof „Alt-Pferdsfeld“ auf Einladung der Initiative Soonwald e.V. 40 interessierte Menschen ein, um sich über Windkraftanlagen und ihren Einfluss auf die Umwelt zu informieren.
Während einer Rundwanderung erläuterte Dr. Michael Altmoos, Ökologe und Autor, umfassend und wissenschaftlich begründet die schädigenden Auswirkungen von Windkraftanlagen in der Fläche und besonders von Windrädern im Wald. Im Gespräch und Austausch wurden viele problematische Aspekte angesprochen, verschiedene Sichtweisen berücksichtigt, darunter auch ungelöste Fragen beim Rückbau der Anlagen. Klare Erkenntnis ist: Windkraftanlagen im Wald sind ein unverantwortlicher Eingriff in die Natur, weil sie den wichtigen Beitrag des Waldes zur Lebensvielfalt und gerade auch im natürlichen Klimaschutz deutlich verringern.
Windkraftanlagen im Freiland sind nur dann verantwortbar, wenn sie auf bereits vorbelasteten Flächen errichtet werden, weiträumig gebündelt, so dass lebensraumreiche und die wenigen noch unverstellten Landschaften wie der Naturpark Soonwald-Nahe frei bleiben. Solange es keine ausreichenden Speicher gibt, können Windräder nur einen begrenzten Beitrag zur Energiewende beisteuern. Heute schon liefern die 31.000 deutschen Windräder an windreichen Tagen hohe Stromüberschüsse – und an windarmen Tagen nutzen neue Windräder wenig. Es gilt, vernünftige landschaftsschonende Konzepte zu entwickeln, statt zuzubauen. Dr.Altmoos nannte weitere Alternativen:
Solar auf Dächer und der so zahlreich bestehenden Infrastruktur, nicht auf Freiflächen!
Biomasse aus Reststoffen, nicht aus Monokulturen. Strömungsturbinen an verbauten Abschnitten, nicht durch Neu-verbau von Gewässern.
Konzeptgrenzen von Windenergie müssen beachtet werden. Es gilt Speicherentwicklung vor neuer Materialschlacht zu verfolgen.
Verbrauchseffizienz und Einsparung sind zentrale Säulen. Grundlage für alles ist intakte Natur.
Und jeder von uns kann durch Stromsparen und Konsumreduzierung dazu beitragen!
Angela Wenning, Maria Othmer, Monika Haager








