
Jeder, der einmal in einem Nadelwald unterwegs war oder ein Fichtennadel- Schaumbad genossen hat, kennt diesen Effekt. Man atmend unwillkürlich tief ein und genieß den wohltuenden Duft.
Wunderstoff Terpene
Mit ihren fliegenden Geruchs-Botschaften schützen sich die Bäume vor Schädlingen. Atmen wir Menschen sie ein, haben sie auch auf unseren Körper eine starke Wirkung, die man spüren kann und die inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. Wir nehmen Moleküle, die durch Waldluft schwirren über die Atmung und die Haut auf. Als besonders wirksam haben sich die Terpene erwiesen, die besonders von Nadelbäumen wie Fichten, Kiefern und Tannen ausgesendet werden. Die Terpene bauen Anspannung ab, senken das Stresshormon Cortisol, den Blutdruck und den Puls. Bereits zwanzig bis dreißig Minuten unter Bäumen reduzieren Stress messbar. Terpene bringen auch das Immunsystem in Schwung und erhöhen die Zahl und Aktivität der Killerzellen im Blut. Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt im Wald finden sich bis zu 40 % mehr körpereigene Abwehrzellen, die Killerzellen, im Blut. Der würzige Duftcocktail hat noch vielfältige weitere positive Effekte, die auf ihre Entdeckung warten. Inzwischen gehen die Wissenschaftler auch davon aus, dass Waldspaziergänge entzündungshemmend wirken. Was will man mehr?

