Die Geschichte von soonwald.de

Die Website „soonwald.de“ ist ziemlich alt, sofern man das überhaupt über eine Website sagen kann. Sie ist eine Pionierin ihrer Art, denn sie entstand in einer Zeit als nicht nur das Internet, sondern auch die Einrichtung von Websites noch in den Kinderschuhen stecke.

Der Website-Boom startete Mitte der 1990er Jahre. Nach der Erfindung des World Wide Web im Jahr 1991, dauerte es nur ein paar Jahre und das neue Medium flutete die Computer. Es ermöglichte bis dahin unvorstellbare Möglichkeiten Menschen weltweit zu erreichen – und das zu überschaubaren Kosten.

* 24.08.1951 – + 13.12.2019

Ich erinnere mich noch gut, wie mein technikbegeisterter Bruder, Karl Ewald Kirschner aus Rheda-Wiedenbrück in Westfalen, der leider inzwischen verstorben ist, mich begeistert anrief: „Stell dir vor, wir könnten eine eigene Seite im Internet haben und den Soonwald deutschlandweit bekannt machen.“ Das leuchtete mir ein und damit war auch der Name sofort klar: „soonwald.de“. Mein Bruder erledigte die Formalitäten und ich war neugierige Besitzerin einer frühen Website der Region. Das war 1998.

Zauber des Anfangs

Mein Bruder und ich waren der felsenfesten Überzeugung, etwas für den Soonwald bewegen zu können. Aber wir hatten zunächst keinerlei Ahnung davon, was auf uns zukam. Das tat aber unserem Enthusiasmus keinen Abbruch. Mit Elan stellten wir die ersten Texte, Abbildungen und Fotos zusammen. Mein Archiv ist heute noch voll von diesen ersten Entwürfen und frühen Soonwald-Fotos.

Die Seite sollte vor allem auch optisch überzeugend sein. Das versuchten wir mit Fotos zu erreichen, denn auch mein Bruder Karl Ewald war ein engagierter Fotograf, der oft mit mir im Soonwald unterwegs war.

(BU) 1960: Schon früh war meine Familie bei jeder Gelegenheit im Wald unterwegs, wie hier, bei einem Ausflug in den Solling mit meinem Vater. In der Mitte mein Bruder Karl-Ewald, rechts ich. Meine Schwester Annette sitzt neben meinem Vater.

Erste Rückschläge

In den Anfängen kopierte mein Bruder zum Beispiel „in aller Unschuld“ einen Ausschnitt aus einer Karte, um den Besuchern der Website die Lage des Soonwaldes klar vor Augen zu führen. Das war gerade in der ersten Zeit eine wichtige Aufgabe, weil unser geliebtes Waldgebiet für viele ein weißer Fleck auf der Landkarte war. Der „Ruhm“ des Soonwaldes bezog sich mehr auf wilde Geschichten und zwielichtige Figuren, wie dem Schinderhannes, – kurzum, es war ein Waldgebiet vor dem eher gewarnt als geworben wurde. Mein Bruder setzte also die Kopie einer Landkarte auf unsere Webseite. Das war ein Fehler mit Folgen. Für Juristen war es in den frühen Jahren der Website-Entwicklung, eine beliebte Geschäftsidee solche Copyright-Vergehen ausfindig zu machen, und Geld zu fordern. Ich habe damals viele Briefe geschrieben, um die Anwälte auf unsere spezielle Situation als ehrenamtliche Bürgergruppe hinzuweisen, die über keine großen Geldmittel verfügt. Das hat ein wenig geholfen, aber wir mussten dennoch 600 DM zahlen. Das hat wehgetan, uns aber nicht davon abgehalten, abgehalten, die Seite weiter aufzuwerten.

Neustart mit einem professionellen Partner
Nach diesen üblen Erfahrungen und den steigenden Anforderungen an eine Website haben wir uns 2008 entschlossen, uns einen professionellen Partner zu suchen, der die Gestaltung übernimmt. Und wer wäre da besser geeignet gewesen als sie Firma SOONTEAM aus Münchwald? Ein Unternehmen, das nicht nur in der ganz großen Liga spielt, sondern auch regional verwurzelt und engagiert ist. In enger Kooperation mit ihrem Inhaber Radulf Jetter und seinem Team wurde unsere Website die Visitenkarte und stolzes Vorzeigeobjekt des Vereins, an dem sich auch immer mehr Mitglieder beteiligten – vor allem mit Fotos.

30 Jahre Initiative Soonwald
Schon vor dem 30. Jubiläum der Initiative. haben wir uns Gedanken gemacht, wie es weitergehen könnte mit einem überalterten Verein. Ich habe mich damals, 2023, entschlossen, mich aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen, um die nötige Verjüngung des Vereins voranzutreiben. Bei der Jahreshauptversammlung, am 19.02.024, bin ich zum ersten Mal nicht mehr für einen Vorstandsposten angetreten, habe mich aber bereiterklärt vor allem für den Soonwaldbus und die Pressearbeit weiterhin zu helfen. In dieser Zeit kam aus dem Vorstand der naheliegende Gedanke auf, dass die Website der Initiative ihre eigene Adresse bekommt. Ich hatte darüber nie nachgedacht, weil es bis dato keinerlei Probleme gab. Ich hatte die Kosten von Anfang an als Spende übernommen, aber die Entscheidung, was veröffentlich wird, lag beim Vorstand. Die meisten Texte und Fotos waren zwar weiterhin von mir, aber es war nach unserer Vereins-Philosophie ganz klar, dass nur Inhalte auf die Website kommen, die vorher vom Vorstand abgenommen waren. Aber es leuchtet ein, dass es besser und klarer ist, wenn die Initiative Soonwald ihre eigene Webadresse hat, unter ihrem eigenen Namen. Das ist jetzt vollzogen. Der Verein hat die Web-Adresse: www.initiative.soonwald.de

Mein Mann Dr. Gerhard Ludwig hat sich dafür stark gemacht, dass www.soonwald.de weiterhin unserer Wahlheimat zur Verfügung steht. Wir beide übernehmen daher in Zukunft die Redaktion und Gestaltung ehrenamtlich.

Mein Mann Dr. Gerhard Ludwig hat sich dafür stark gemacht, dass www.soonwald.de weiterhin unserer Wahlheimat zur Verfügung steht. Wir beide übernehmen daher in Zukunft die Redaktion und Gestaltung ehrenamtlich.

Die Website soonwald.de soll selbstverständlich auch in Zukunft eine zuverlässige Adresse zum Thema „Soonwald“ bleiben. Während andere soziale Medien mehr auf den „Megafon-Effekt“, „Klicks und Likes“ setzen, stehen wir für differenzierte Betrachtungen, seriöse Recherche, überraschende Ideen und mutige persönliche Meinungen.

Die Zukunft

So dient „soonwald.de“ auch in Zukunft den Interessen des Soonwaldraumes –
ganz im Sinne unserer alten Präambel von 1993:

Im Europa der Regionen haben die wenigen verbliebenen Naturräume zentrale Bedeutung.
Der Soonwald, eines der großen zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands, ist ein Naturraum von besonderer Qualität, den es unter allen Umständen zu erhalten
und zu fördern gilt.